FAQ China
Stand: Juli 2026; Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte prüfe vor der Reise immer die aktuellsten Informationen über die offizielle Website des Auswärtigen Amts.
Einreise & Visum
Für deutsche Staatsangehörige ist für die Einreise nach China ein gültiger Reisepass erforderlich, der noch mindestens sechs Monate gültig sein sollte. Für Reisen in die Autonome Region Tibet gelten zusätzliche Einreisebestimmungen. Neben den regulären Einreisevoraussetzungen für China ist eine spezielle Tibet-Reiseerlaubnis (Tibet Travel Permit) erforderlich, die über einen autorisierten Reiseveranstalter beantragt wird. Individualreisen nach Tibet sind für ausländische Besucher nicht möglich – Reisen erfolgen ausschließlich im Rahmen organisierter Touren. An allen für Ausländer geöffneten Grenzen führen die chinesischen Grenzkontrollbehörden sukzessive Fingerabdruckscanner ein. Grundsätzlich müssen alle Ausländer zwischen 14 und 70 Jahren ihre Fingerabdrücke abgeben, sofern dies möglich ist. Deutsche Staatsangehörige können für Aufenthalte bis zu 30 Tagen für geschäftliche und touristische Reisen, für Besuchsreisen, zum akademischen und kulturellen Austausch und zum Transit ohne Visum in die Volksrepublik China einreisen. Diese Regelung gilt bis 31. Dezember 2026.
Gesundheit
Für China und Tibet sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, sofern keine Einreise aus einem Gelbfiebergebiet erfolgt. Empfohlen werden die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO sowie je nach Reiseart Impfungen gegen Hepatitis A und gegebenenfalls Hepatitis B, Typhus oder Tollwut. Aufgrund der großen Höhenlage Tibets (oft über 3.500 Meter) besteht das Risiko der Höhenkrankheit. Eine langsame Akklimatisierung ist wichtig. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist erforderlich, da die medizinische Versorgung außerhalb der größeren Städte eingeschränkt sein kann. Trinke Wasser nur aus verschlossenen Flaschen und vermeide rohe Früchte und Gemüse. Bei der Einreise in die Volksrepublik China ist es möglich, dass bei Reisenden medizinische Untersuchungen wie z.B. die Messung der Körpertemperatur sowie Rachen- oder Nasenabstriche oder Bluttests durchgeführt werden. Stimmen Reisende den Untersuchungen nicht zu, kann ihnen die Einreise verweigert werden.
Sicherheit
Tibet gilt grundsätzlich als sicheres Reiseziel mit einer niedrigen Kriminalitätsrate. Dennoch sollten Reisende stets die Anweisungen der örtlichen Behörden und Reiseleitungen befolgen. In großen Höhen und abgelegenen Regionen erfordern Wetterumschwünge sowie die anspruchsvollen Straßenverhältnisse besondere Vorsicht. Für Wanderungen und Ausflüge sollten stets erfahrene lokale Guides genutzt werden.
Beste Reisezeit & Klima
Die beste Reisezeit für Tibet liegt zwischen Mai und Oktober. In diesen Monaten sind die Temperaturen vergleichsweise mild und die Straßen meist gut passierbar. Das Klima ist hochalpin mit intensiver Sonneneinstrahlung, kühlen Nächten und großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. In den Wintermonaten kann es sehr kalt werden.
Packliste
Warme Kleidung im Zwiebellook ist ganzjährig empfehlenswert. Eine wind- und wetterfeste Jacke, Mütze, Handschuhe sowie feste Wanderschuhe gehören ins Gepäck. Aufgrund der starken UV-Strahlung in großer Höhe sind Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenbrille und Sonnenhut unverzichtbar. Eine wiederverwendbare Trinkflasche sowie persönliche Medikamente und eine kleine Reiseapotheke sollten ebenfalls mitgeführt werden.
Landschaft & Tiere
Tibet fasziniert mit spektakulären Hochgebirgslandschaften, schneebedeckten Gipfeln, weiten Hochebenen und türkisfarbenen Seen. Zu den bekanntesten Natur- und Kulturattraktionen zählen der Mount Everest (Nordseite), der Yamdrok-See, der Namtso-See sowie das Yarlung-Tsangpo-Tal. In den abgelegenen Regionen leben unter anderem Yaks, Tibetantilopen, Kiangs (Wildesel), Schneeleoparden, Blauschafe und zahlreiche Greifvögel.
Sprache & Kommunikation
Die Amtssprachen sind Chinesisch (Mandarin) und Tibetisch. In touristischen Hotels und bei Reiseleitungen wird häufig Englisch gesprochen, außerhalb der touristischen Zentren sind Fremdsprachenkenntnisse jedoch weniger verbreitet. WLAN ist in vielen Hotels verfügbar, allerdings kann der Zugang zu internationalen Internetdiensten eingeschränkt sein. Die pferdesafari- Reisen werden auf Englisch geleitet.
Währung & Zahlungsmittel
In China wird mit dem Chinesischen Yuan (Renminbi, CNY) bezahlt. In den größeren Städten werden Kreditkarten teilweise akzeptiert, vielerorts dominieren jedoch mobile Bezahlsysteme. Für ausländische Reisende empfiehlt es sich, ausreichend Bargeld sowie eine international nutzbare Kreditkarte mitzuführen. In abgelegenen Regionen Tibets ist Bargeld häufig unverzichtbar.
Strom & Elektronik
In China beträgt die Netzspannung 220 Volt. Verwendet werden überwiegend Steckdosen der Typen A, C und I. Ein Universaladapter wird empfohlen. In den Campingnächten gibt es keinen Strom, daher solltest du eine Powerbank mitbringen um Geräte in diesen Nächten zu laden. Beachte, dass viele Europäische Apps und Mobile Daten in China nicht funktionieren. Um Messenger-Dienste wie z.B. WhatsApp oder soziale Netzwerke wie Facebook zu benutzen, musst du eine VPN benutzen.
Kultur & Verhalten
Die tibetische Kultur ist eng mit dem tibetischen Buddhismus verbunden. Klöster und religiöse Stätten sollten mit großem Respekt besucht werden. Fotografieren ist nicht überall gestattet und sollte nur nach entsprechender Erlaubnis erfolgen. Gebetsmühlen und Stupas werden traditionell im Uhrzeigersinn umrundet. Rücksichtnahme auf religiöse Bräuche und lokale Gepflogenheiten wird sehr geschätzt.
Essen & Trinken
Die tibetische Küche ist einfach und nahrhaft. Typische Spezialitäten sind Momos (gefüllte Teigtaschen), Yakfleisch, Tsampa (geröstetes Gerstenmehl) sowie Buttertee. In den größeren Städten werden auch chinesische und internationale Gerichte angeboten. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden – abgefülltes oder abgekochtes Wasser wird empfohlen. Anders als bei westlichen Mahlzeiten, wo jeder sein eigenes Gericht bestellt, geht es beim chinesischen Essen (besonders beim Abendessen oder in der Gruppe) ums Teilen. Die Gerichte werden in die Mitte des Tisches gestellt, und alle essen gemeinsam. Gästehäuser servieren oft heißes oder warmes Wasser – auch im Sommer – da dies als gesünder gilt.
Verkehr vor Ort
Reisen in Tibet erfolgen ausschließlich im Rahmen organisierter Touren mit lizenzierten Reiseveranstaltern. Das Straßennetz wurde in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut, dennoch können Fahrten aufgrund der Höhenlage und der Entfernungen zeitaufwendig sein. Lhasa ist über die berühmte Qinghai-Tibet-Bahn sowie per Flugzeug erreichbar. Für Reisen zwischen den Sehenswürdigkeiten stehen Reisebusse oder Geländewagen zur Verfügung. Transfers von den nächstgelegenen Flughäfen können organisiert werden.
Zeitverschiebung
In ganz China – und damit auch in Tibet – gilt die Chinesische Standardzeit (CST). Gegenüber Deutschland beträgt die Zeitverschiebung plus sechs Stunden während der Sommerzeit und plus sieben Stunden während der Winterzeit.
Nachhaltiges Reisen
Tibet zählt zu den ökologisch empfindlichsten Hochgebirgsregionen der Welt. Besucher werden gebeten, keinen Müll zu hinterlassen, Wasser sparsam zu verwenden und Wildtiere nicht zu stören. Religiöse Stätten und die einzigartige Natur sollten mit besonderem Respekt behandelt werden. Wer lokale Unterkünfte, Guides und traditionelle Handwerksbetriebe unterstützt, trägt zu einem nachhaltigen Tourismus bei.
Praktische Tipps
Plane in den ersten Tagen genügend Zeit zur Akklimatisierung ein und vermeide größere körperliche Anstrengungen. Trinke ausreichend Wasser und schütze dich konsequent vor der intensiven Sonneneinstrahlung. Aufgrund der Höhenlage können Temperaturen selbst im Sommer nachts unter den Gefrierpunkt fallen. Für Reisen nach Tibet sollten alle erforderlichen Genehmigungen frühzeitig beantragt werden, da diese mehrere Wochen Bearbeitungszeit benötigen.
Anschlussreisen
Zu den Höhepunkten Tibets zählen Lhasa mit dem Potala-Palast und dem Jokhang-Tempel, das Everest Base Camp (Nordseite), der Yamdrok-See, der Namtso-See, das Kloster Tashilhunpo in Shigatse sowie das Yarlung-Tsangpo-Tal. Auch eine Kombination mit Nepal oder anderen Regionen Chinas bietet sich für eine abwechslungsreiche Reise im Himalaya an.