Farmurlaub für Nichtreiter, Familien, Volontäre oder Reiter
Als Volontär auf die Makoa Farm
Das Programm
Auf der Makoa-Farm am südlichen Hang des Mt. Kilimanjaro, bietet sich Ihnen die einzigartige Möglichkeit, täglich mit verschiedenen Tieren Afrikas zu arbeiten und sie besser kennenzulernen.
Das Projekt auf unserer Farm liegt im Norden Tansanias, an der südlichen Seite des größten Berges Afrikas. Im Laufe der vergangenen 10 Jahre haben wir hier eine Vielzahl an heimischen Tierarten behandelt, versorgt und aufgezogen. Die Gründe, diese Tiere aufzunehmen, waren vielfaeltig: Einige waren vernachlässigt und aus schlechten Haltungsbedingungen, andere wurden verletzt gefunden und zu uns gebracht.
Auf der Makoa-Farm waren bereits die verschiedensten Tierarten unter unserer Obhut: Elenantilopen, Gnus, Hyänen, Busch- und Warzenschweine, Serval und Ginster-Katzen, Riesengalago (Halbaffe), Seidenäffchen, Grüne und Diadem-Meerkatzen (Affen), Schakale, verschiedene Kleinstböckchen („Mini“-Antilopen), eine Anzahl verschiedener Vögel und mehr. Viele dieser Tiere konnten als geheilt wieder in die Wildnis entlassen oder zumindest in weitläufige Wildparks eingegliedert werden, einige der Patienten sind bei uns geblieben und leben nun mit uns auf unserer Farm oder in Volieren.
Wilde Tiere werden hier leider oft als Schädlinge angesehen, weil sie auf den Feldern der Bauern Schäden anrichten. Aus diesem Grunde werden die Tiere oft gejagt, vergiftet oder in Fallen gefangen.
Verletzte Tiere werden aus ganz Tansanias zu uns auf die Makoa-Farm gebracht, medizinisch versorgt und soweit möglich, wieder gesund in die freie Wildbahn entlassen. Die Tiere die aufgrund ihrer Verletzungen nicht mehr in die Freiheit zurückkehren können, bleiben bei uns als „Botschafter“ auf der Farm. Sie helfen, Besuchern aus aller Welt und Kindern aus örtlichen Schulen, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten, die Natur Afrikas näher zu bringen.
Wir suchen die Zusammenarbeit mit den hiesigen Kleinbauern und der umliegenden örtlichen Bevölkerung. Viel Aufzuklärungsarbeit ist nötig und wir versuchen, mit ihnen zusammen Lösungen für die ständigen Konflikte zwischen Menschen und wilden Tieren zu finden. Gleichzeitig arbeiten wir daran, auf unserer Farm möglichst viele Rückzugsmöglichkeiten für diese Tierarten zu schaffen und dadurch den Konflikt zu entschärfen.
Unser Projekt bietet die Gelegenheit, Erfahrungen im Umgang und in der Pflege von verschiedenen afrikanischen Tierarten zu zu sammeln. Selten vergeht eine Woche, in der nicht ein neuer Patient zu uns gebracht wird.
Unser Grundsatz ist, nie die Aufnahme eines verletzten oder verwaisten Tieres abzulehnen!
Tägliche Routine: Auf der Makoa-Farm werden Sie oft mit verletzten, vernachlässigten, gequälten oder ausgesetzten Haus- und Wildtieren zu tun haben. Das Training der Tiere zielt darauf ab, sie so gut wie möglich auf ein Leben in freier Wildbahn vorzubereiten. Tiere, die aufgrund ihrer Verletzungen bei uns bleiben muessen, sollen durch Spielen und Training beschäftigt werden, um psychische Probleme und Fehlverhalten zu vermeiden
Volontäre beteiligen sich mit Ideen und tatkräftiger Hilfe daran, auf der Farm eine Umgebung zu schaffen, in der sich Tiere wohlfühlen und in Frieden leben können.
Neben der Pflege der Tiere stehen regelmässige Kontroll- und Pflegemassnahmen auf dem Farmgelände an. Hier haben wir ueber die Jahre Rückzugsmöglichkeiten für viele Tiere geschaffen. Wir arbeiten an einem Lehrpfad fuer Besucher und Schulklassen, Sie werden den örtlichen Field Guides (Führern) assistieren und lernen, selber Besuchergruppen zu führen.
Volontäre werden auch an Workshops mit Erwachsenen und Kindern der naheliegenden Schulen teilnehmen.
Das Volontärsprogramm auf der Makoa-Farm ist ein unvergessliches Erlebnis für jeden, der Tiere und die Natur liebt und ein fremdes Land aus einem Blickwinkel kennenlernen möchte, der normalen Touristen vorbehalten bleibt.
Unsere Volontäre haben alle ein gemeinsames Ziel: die afrikanische Natur zu sehen, zu erleben, und gleichzeitig das Leben in der Wildnis kennen zu lernen.
Von Ihrem Aufenthalt werden Sie Eindrücke mitnehmen, die Sie während eines normalen Urlaubes nie bekommen hätten – gleichzeitig kehren Sie mit dem Bewusstsein heim, wirklich geholfen zu haben.
Die Mindestdauer für unser Volontärsprogramm beträgt 2 Wochen. In dieser Zeit haben die Volontäre Gelegenheit, an allen Aktivitäten und Tätigkeiten teilzunehmen, welche unser „Paradies“ ausmachen und es am Laufen halten.
Kein Tag ist wie der andere auf Makoa, eintönige Tage gibt es auf der Makoa-Farm nicht. Jeder Tag bringt seine eigenen Probleme und Schwierigkeiten die gelöst werden wollen – aber auch seine ganz besonderen magischen Momente, die Teil des Lebens in Afrika sind!
Expect the unexpected!
Anforderungen an die Volontäre:
- Freude am Umgang mit Tieren
- Eine positive Einstellung
- Liebe für die Natur
- Körperliche Fitness
- Keine Angst vor Schmutz
- Spaß verstehen
- Team-Fähigkeit
- Verständnis und Rücksicht für andere Menschen und Kulturen
Unser Projekt können wir nur erfolgreich betreiben, wenn alle mitmachen. Darum erwarten wir, dass jeder mit ganzem Herzen dabei ist und 100% gibt.
Zu tun mit den Tieren gibt es immer genug und Sie werden einen grossen Teil des Tages damit beschäftigt sein mit ihnen spazieren zu gehen, sie zu füttern, putzen und mit ihnen zu spielen.
Die Volontäre sind auch ein wesentlicher Bestandteil unserer Naturschutz-Initiative, um die Natur auch um unsere Farm herum zu rehabilitieren und dadurch das Auswildern von unseren Tieren möglich zu machen.
Freizeit ist auf Makoa-Farm nur beschränkt vorhanden, aber die meisten Abende und Sonntag Nachmittage stehen zur freien Verfügung. Es gibt in der Nähe der Farm eine Menge von Sehenswürdigkeiten, die alle einen Besuch wert sind.
Auch hier auf der Makoa-Farm gibt es viele Möglichkeiten: an den Flussläufen um unsere Farm herum kann man wunderbare Wanderungen unternehmen und kleine Wasserfälle und Badestellen entdecken.
Erfahrene Reiter sind eingeladen, sich am täglichen Pferdetraining zu beteiligen und auf der Farm Ausritte zu geniessen.
Weiterhin ist Makoa-Farm ein guter Startpunkt fuer Ausflüge in den Kilimanjaro oder Arusha National Park. Aber auch die Wildgebiete am West Kilimanjaro und die umliegenden Gemeinden und Dörfer sind sehr lohnende Ausflugsziele. Bei der Organisation weiterer, nicht in unserem Programm enthaltenen Ausflüge, sind wir gerne behilflich und die Kosten, wie beispielsweise Eintrittsgelder für die Nationalparks oder Fahrkosten, sind meist überschaubar.
Unter Umständen haben die Volontäre auch Gelegenheit, unsere Safari-Gäste in den Busch zu begleiten, dort zu campen, dabei Wildtiere zu beobachten, Masai-Bomas und Busch-Schulen zu besuchen und die traditionelle Kultur der Einheimischen kennen zu lernen. Dies ist davon abhängig, ob Plätze verfügbar sind (also, ob der Ritt voll gebucht ist) und ob die Volontäre auch bereit sind, mit anzupacken. Fuer den grössten Teil unserer Fly-Camps fallen pro Person eine „Wildlife Fee“ (eine Steuer pro Person pro Tag/Nacht) an, welche nicht im Kostenbeitrag fuer das Programm inclusive ist und von den Volontären selber getragen werden muss. Wer die Möglichkeit bekommt, eine Safari zu begleiten, wird mit wunderbaren Erinnerungen zurückkehren.
Wer nach einiger Zeit „Busch-Müde“ ist kann zur Abwechslung auch Ausflüge nach Arusha oder Moshi unternehmen, die jeweils innerhalb einer Stunde zu erreichen sind. Dort gibt es Restaurants, Internetcafés, Krankenhäuser uvm. Wir fahren 2-3 mal pro Monat dorthin um Einkäufe etc. zu erledigen.
Das Leben auf der Farm und in den Camps
Die Unterbringung ist einfach und rustikal: auf der Farm wohnen die Volontäre entweder in Studenten-Zimmern oder Safari-Zelten, teilweise mit gemeinsamen Badezimmer und Toilette. Manchmal und je nach Belegung erfoglt die Unterbringung auch in Gästezimmern. Wir stellen Bettdecken, Kopfkissen und Bettwäsche.
Im Busch, also in Namuai, Hot Springs oder in den Wildgebieten, häufige Ziele unserer Reitsafaris, wohnen wir ebenfalls in Zelten.
Einige der Volontäre werden auch die Gelegenheit haben, mehrere Camps zu erleben. Dies ist jedoch von unseren jeweiligen Safaris abhängig.
Für die Safaris oder andere Touren in der Umgebung empfiehlt es sich, einen Schlafsack mitzubringen.
Unsere Camps wurden weitgehend mit natürlichen und vor Ort verfügbare Baumaterialien gebaut. Um Generatorenlärm zu vermeiden, benutzen wir meist Batteriesysteme zur Stromversorgung, im Busch liefern Petroleumlampen ein romantisches Licht. Batteriesysteme liefern zwar nicht viel Elektrizität, es reicht jedoch für Beleuchtung und um Handys und Photokameras etc. aufzuladen.
Wir nehmen immer alle Mahlzeiten gemeinsam ein – Volontäre, Gäste und Guides. Wenn wir wegen eines Notfalls bis spät in die Nacht in der Tierarztpraxis arbeiten, dann kommt es durchaus vor, dass auch die Volontäre einmal schnell Sandwiches machen müssen wenn mal wieder „Not am Man“ ist.
Training / Qualifikationen
Das Training erfolgt hier vor Ort durch unser Personal. Jeder Volontär erhält bei der Ankunft eine Einführung in unser Projekt. Eine schriftliche Beschreibung beinhaltet wichtige Informationen und wesentliche Details des täglichen Ablaufs.
Das Team besteht aus Volontären und unsereren Mitarbeitern, gemeinsam werden die tägliche Routine oder aussergewoehnliche Fälle erledigt, Besuche in Dörfchen, auf dem Markt oder in Schulen erledigt oder Anti-Wilderer Patrouillen durchgeführt.
Durch die gemeinsame Zeit mit unseren tanzanischen Angestellten lernen Sie viel über einheimischen Völker und ihre Kultur.
Kommunikation, besonders E-mail, ist häufig unzuverlässig und oft tagelang wegen Stromausfall oder Störungen des Satelliten Empfangs außer Funktion.
Handy-Empfang gibt es auf der gesamten Farm und in vielen Gebieten Tanzanias. Es ist darum empfehlenswert, ein eigenes Handy mitzubringen und es hier mit einer lokalen Sim-Karte zu benutzen (kann für wenige Euro hier gekauft werden).
Die Mako-Farm ist eine sich ständig verändernde Umgebung… Stromausfälle, Wassermangel und sonstige Vorkommnisse können ständig passieren und es ist wichtig, dass ein Volontär „flexibel“ und gut gelaunt bleibt, auch wenn mal wieder nichts klappt.
Mit Zeit und Pünktlichkeit nehmen es vor allem die Einheimischen nicht sehr genau und das kann fuer jemandem, der aus Europa kommt, eine völlig neue Erfahrung sein. Aus diesem Grunde gehört zum Leben in Afrika immer eine Portion Gelassenheit und Humor dazu – und wem es gelingt, diese Eigenschaften fuer den Alltag nach Hause zu nehmen, wird es auch dort gut gebrauchen können!
Vor allem nach einem Film über das Leben auf der Farm, die wunderbare Natur und die Tiere kann man leicht vergessen, dass das Leben „hinter den Kulissen“ teilweise ganz schön hektisch sein kann.
Bei der täglichen Pflege und dem Umgang mit Tieren wird man oft staubig und schmutzig. Mit Tieren zu arbeiten beinhaltet auch, mal zwischendrin einen Käfig sauber zu machen oder Futter zuzubereiten, z.B. frisches Fleisch für die Raubvögel.
Außerdem sollte Ihnen bewusst sein, dass es in Tansania mehr Insekten gibt als in Europa – auch Spinnen und Schlangen. Es ist nicht auszuschliessen, dass man das eine oder andere Kriechtier im Camp oder in der eigenen Dusche findet…
Kostenbeteiligung für Volontäre 2012 (Lassen Sie sich die aktuellen Preise bestätigen)
1 Woche ab 800 Euro
2 Wochen ab 1.600 Euro
3 Wochen ab 2.400 Euro
4 Wochen ab 3.200 Euro
inbegriffen in der Kostenbeteiligung
Aufenthalt, Unterbringung im Zweibett-Zimmer, volle Verpflegung und Getränke auf der Makoa-Farm, in den Camps oder bei Ausflügen, Transfers vom und zum Kilimanjaro International Airport.
Nicht inbegriffen in der Kostenbeteiligung
Flüge, Reise- und Krankenversicherung, Tourist-Visa, Wildlife-Fees und Eintrittsgelder in private oder nationale Reservate und Nationalparks, persönliche Einkäufe (Telefonkarten, Souvenirs etc.), zusätzlich gewünschte Exkursionen und Ausflüge außerhalb des Makoa-Farm-Programms, eventuelle Reisen vor und nach dem Aufenthalt auf Makoa-Farm
Die Volontäre müssen bei Ankunft einen Haftungsausschluss unterschreiben. Mit diesem Haftungsausschluss bestätigen Sie, dass Sie für eventuelle Risiken, die der Aufenthalt bei uns und der Umgang mit Tieren mit sich bringt, selber verantwortlich sind und jegliche entstehenden Schäden selber tragen.
Im Falle einer vorzeitigen Rückreise wird der Kostenbeitrag NICHT zurückerstattet.
Wir können nur eine stark begrenzte Anzahl von Volontären auf der Makoa-Farm aufnehmen, je nach Saison und Gästebelegung zwischen 2 und 4 Volontären. Aus diesem Grunde ist es ratsam, dass Sie uns rechtzeitig wegen Ihrem Wunschtermin kontaktieren.
Kurzfassung: Tätigkeiten auf der Makoa-Farm
- Verwaiste Jungtiere mit der Flasche aufziehen.
- Nachtwache bei jungen- oder verletzten Tieren
- Säubern von Futternäpfen und Käfigen (die „Schnellreinigung“ – das tägliche gründliche Säubern wird von den Angestellten erledigt).
- Zubereiten des Tierfutters und Fütterung.
- Überwachung von Tierpatienten und der von uns aufgezogenen Jungtiere z.B. bei den täglichen Spaziergängen.
- Helfen bei der Planung und dem Bau von Volieren, Gehegen, Bomas, Brücken und Wegen.
- Helfen bei einfacher medizinischer Versorgung der Tiere.
- Assistieren in der Tierklinik (Veterinärmedizinische Erfahrung ist Vorraussetzung).
- Training um als Führer Besuchergruppen auf der Makoa-Farm zu führen.
- Assistieren bei der Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen und Gemeinden.
- Bestimmung von: Vögeln, Insekten, Wildtieren und Bäumen.
- Anti-Wilderer Patrouillen (hauptsächlich Suchen und Entfernen von Schlingen).
- Unkraut und Erosionsbekämpfung.
- Schaffen von Reit- und Wanderwegen.
- Rehabilitierung und Renaturierung von geschädigten Habitaten.
- Abholen oder Fangen von verletzten oder misshandelten Tieren.
- Assistieren bei dem Fang und der Umplatzierung von Problem-Tieren.
- Überprüfen unserer Gehege, Volieren und Käfige.
- 24 Stunden am Tag für Notfälle zur Verfügung zu stehen.
- Schreiben von Berichten (tägliche Gesundheitszustand der Patienten).
- Assistieren bei dem Sammeln von Fördergeldern.
Welche gesundheitliche Vorsorge ist nötig (Impfungen, Malariavorsorge)?
Die für südliche Länder üblichen Impfungen wie Hepatitis, Polio und Tetanus sind notwendig. Vielleicht noch zusätzlich eine Impfung gegen Tollwut, aber der Imfpstoff ist in Deutschland sehr teuer.
Malariaprophylaxe: die beste Malariavorsorge ist immer noch ab den Abendstunden bedeckende Kleidung zu tragen und Spray zu benutzen. Es gibt eigentlich keine Vorsorge, die gleichzeitig sicher UND gut verträglich ist, deshalb nehmen die meisten der Studenten keine Vorsorge. Eine relativ häufig verwendete, aber sehr unverträgliche Vorsorge kann mit dem Medikament Lariam genommen werden. Eine “sanfte” Prophylaxe ist mit dem Medikament Doxicyklin, 100 mg täglich, gegeben. Es gibt aber auch vor Ort sehr gute Medikamente zur Behandlung, falls sich eine Student oder eine Studentin Malaria einfängt.
Visum
Für das Programm benötigen Sie ein Touristenvisum und dieses erhalten Sie gegen eine Gebühr bei der Einreise am Flughafen. Eine Arbeitsbewilligung wird nicht benötigt, da es sich um ein freiwilliges Programm auf einer Reitfarm handelt.